92. Minuten Krieg, Flutlicht. Herzklopfen. Motherwell 4:2 Hearts...Und och der Trainer hüpft und singt "second up and sing"
Dit war keene normale Partie, dit war Straßenfußball mit Identität...
Von der ersten Minute an hat Motherwell nich gefragt, wer mehr Ballbesitz hat. Die haben gefragt: Wer hat mehr Herz? Und die Antwort kam mit jedem Zweikampf, mit jeder Grätsche und mit jedem Sprint über den nassen Rasen.
Hearts hatte mehr den Ball, wollte dit Spiel kontrollieren, wollte den Takt vorgeben. Aber wat bringt dir der ganze Ballbesitz, wenn auf der anderen Seite elf kRanke stehen, die um jeden Meter kämpfen wie um ihr letztes Stück Heimat?
Motherwell war wie’n Rudel hungriger Hunde. Jeder verlorene Ball wurde zurückgeholt. Jeder Zweikampf wurde geführt, als würde die ganze Stadt Motherwell auf den Schultern der Jungs sitzen.
Dann fielen die Tore.
Und mit jedem Treffer wurde die Kurve lauter.
Mit jedem Treffer bebte der Beton.
Mit jedem Treffer wurde klarer:
Heute nimmt uns keiner wat weg.
Als das 4:2 fiel, war Feierabend für Hearts. Nicht auf der Anzeigetafel. Im Kopf.
Die Fans sangen sich die Seele aus dem Leib. Schals in der Luft. Bierbecher flogen. Fremde lagen sich in den Armen, als hätten sie gemeinsam einen Krieg gewonnen.
"Second up and sing...second up and sing...Second up and sing..."
92 Minuten Fußball.
92 Minuten Leiden.
92 Minuten Hoffen.
92 Minuten Vollgas.
Und dann stand es da:
MOTHERWELL 4:2 HEARTS
Drei Punkte.
Vier Tore.
Unzählige blaue Flecken.
Und eine Kurve, die noch Stunden später gebrannt hat.
Denn genau für solche Tage geht man Woche für Woche ins Stadion.
Nicht für Statistiken.
Nicht für Ballbesitz.
Nicht weils gerade im Trend ist.
Sondern für diese Momente, in denen das gesamte Stadion ausrastet...
Motherwell lebt. Motherwell kämpft. Motherwell siegt.
“Motherwells Trainer nach dem Spiel: Scheiß auf Ballbesitz, scheiß auf schöne Zahlen. Auf der Straße zählt nur, wer am Ende noch steht. Und heute stand Motherwell ganz oben.”
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