DFB-Pokal Viertelfinale

Hannover zu Gast in der größten Turnhalle der Welt. Und es sollte eins der besten Pokalfights werden des diesjährigen Wettbewerbs.

Tedesco gegen Breitenreiter oder hier bei uns Schneider gegen Klas.
Eigentlich klarer Voraussetzungen, doch oftmals hat der Pokal seine eigenen Gesetze.
Hannover wollte aus einer sicheren Defensive agieren und erstmal die Anfangsphase überstehen.
Doch denkste, bereits nach 8 Minuten war Burgstaller das erste Mal frei vor Tschauner und direkt der Nackenschlag für die Roten.
Alles andere als ein ruhiger Beginn hier in Gelsenkirchen.
Und es kam wie es kommen musste. Hannover bemüht Schritt zu halten doch Schalke am Anfang die stärkere Mannschaft. So konnte erneut Burgstaller bereits in der 22. Minute auf 2:0 für den S04 erhöhen. Sané wollte noch retten, doch fälschte er den Ball nur ins Tor ab.

Alles schien hier bereits in trockenen Tüchern, doch das 2:0 machte die Schalker bemerkenswert nervös. Denn direkt im Gegenzug war Goalgetter Jonathas da und konnte für den Anschluss in der 24. Minute sorgen.
Alles wieder offen und Hannover wieder im Spiel. Jetzt beruhigte sich die Partie allmählich und die Anfangseuphorie klang ein wenig ab. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld und wenig Torchancen zierten das Bild nach dem Anschluss.
Als die ersten schon zur Bierbude gingen doch nochmal Aufregung im Strafraum der Gastgeber.
Bebous mit der Flanke und in der Mitte ein Zweikampf zwischen Jonathas und Kehrer, wobei letzterer wohl als letzter am Ball war und zum unglücklichen Eigentor einköpfte.
Riesenjubel im Gästeblock, Staunen auf der Heimseite. Niemand hätte mit dieser Wendung gerechnet.
Also ging es mit einem 2:2 in die Kabine und durchatmen war angesagt.
Anfangs der zweiten Hälfte erstmal abtasten, denn keiner wollte den entscheidenden Fehler machen.
Doch den machte einer nach 58 Minuten. Harit zieht in den Strafraum und Sané geht sowas von ungeschickt in den Mann, dass hier nichtmal der VAR benötigt wurde. Klarer Elfer für Schalke und die Riesenchance zur Führung.
Bentaleb trat an und schoss den Ball trocken in die Mitte. 3:2 S04 und alles wieder im Grünen Bereich in der Nordkurve

Nur noch knapp 30 Minuten zu gehen und S04 sah wie der sichere Sieger aus. Keiner glaubte, dass 96 hier noch ansatzweise ein Comeback gelingen konnte.
Nach 70 Minuten dann 3-Fach Wechsel bei Hannover. Karaman, Sarenren-Bazee und Füllkrug kamen für Klaus, Bebou und Harnik.
Taktisch wurde auf 4-2-4 umgestellt. Jetzt hies es Siegen oder Fliegen.
Und diese Joker schlugen ein wie die Bombe.
Füllkrug mit einem Zuckerpass auf Noah, der alleine vor Fährmann die Nerven behielt und zum Ausgleich in der 77. Minuten einschoss.

Totenstille in der Turnhalle, nur noch die knapp 5000 mitgereisten Hannoveraner zu hören.
Und es kam wie es kommen musste.
Nur 04 Minuten nach dem Ausgleich machte sich Füllkrug zum Helden der Roten und erzielte das 4:3. WAHNSINN, WAHNSINN, WAHNSINN!!!

gruß geht raus an Naldo im Hintergrund
Der Underdog führt gegen den großen Favoriten und das nichtmal unverdient.
Jetz setzte Schalke natürlich alles auf eine Karte und warf alles nach vorne.
Doch dann war Schluss und der Jubel kannte keine Grenzen mehr.
Ausrasten war angesagt und man hörte den Jubel aus dem Gästeblock bis nach Hannover und noch viel weiter.

Es ist einfach unfassbar was hier gerade passierte. Ich kann es immer noch nicht fassen.
Hannover im Halbfinale des DFB-Pokal und der Traum lebt den Pott endlich wieder in die Landeshauptstadt Niedersachsens zu holen

Lange ist´s her, aber der Traum lebt
War ein richtig geiles Spiel gegen dich Nico. Nächste Saison kannst du es wieder versuchen. Dann kannst du wieder vom Triple träumen. Nur gucken, nicht anfassen
Gruß
Dominik



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