Jena siegt im Thüringen-Derby

Jena - Im heutigen Spiel im Ernst-Abbe-Sportfeld wartete ein Klassiker des ostdeutschen Fußballs. Insgesamt 69 Duelle gab es in der damaligen Oberliga und Pokal, 29 Siege konnte Jena verbuchen. Heute folgte die nächste Runde. Jena, mittlerweile wieder in der 3.Liga und dem Nadelöhr Regionalliga entkommen, nahm sich heute viel vor. Ein Prestige-Sieg im Derby würde eine durchaus erfolgreiche Saison toppen. Die Gäste aus Erfurt sind aber keineswegs nur wegen der besseren Bratwurst angereist, auch hier die Motivation hoch.
Zerfahrenheit und Sortierung
In den Anfangsminuten spielten sich beide Teams im Mittelfeld fest, erste Torannäherungen folgten mit der Zeit. RWE machte hier einen besseren Eindruck, Carl Zeiss Jena fehlte es noch an der Präzision. So kam es überraschend, als Thiele für Jena in der 28.Minute den Führungstreffer markierte. Erfurt setzte aber nach und kam im Verlauf der Partie zu besseren Chancen, jedoch war Raphael Koczor heute in guter Verfassung im Gehäuse der Jenaer. Kurz vor der Pause war aber auch er machtlos. Bergmann mit dem Pass auf Bieber, der scheiterte zunächst freistehend an Koczor, beim nachgesetzten Kopfball war der Ball dann aber drin - 1:1. Ein leistungsgerechtes Ergebnis zur 1.Halbzeit. Das Spiel überzeugte vor allem durch die teils hart geführten Zweikämpfe auf beiden Seiten, es wurde sich in jeden Ball und jeden Schuss geschmissen, die Anhänger beider Lager führten diese Rivalität auf den Tribünen fort. In der 54.Minute setzte sich Bock nach starkem Steilpass durch die Gasse durch und stellte die Führung wieder her. Nur 5 Minuten später erneute Möglichkeit für Bock, selbe Situation, diesmal aber verzog der RM und vergab somit eine Großchance. Die Gäste aus Erfurt investierten nun zusehends mehr in den Angriff, dies ermöglicht Konterräume für Jena, die allerdings vorerst nicht effektiv genutzt worden sind. Erfurt drückte und über einen Abpraller fast der Ausgleich, den ein Verteidiger von Jena aber noch auf der Torlinie rausköpfen konnte.
Konterräume bringen die Entscheidung
Letztendlich brachte Manfred Starke mit seinem Tor in der 86.Minute die Entscheidung. Der Jubel in der Kurve groß, der Ballast fiel ab. Gästetrainer alexander enttäuscht, die Schlussoffensive hatte sich zerschlagen. Nun setzte Jena nach, und erneut war es Starke, der nun noch zum 4:1 traf. Bitteren Schlusspunkt aus Sicht der Gäste setzte Davud Tuma, er vollendete einen weiteren Konter zum 5:1-Endstand.
Fazit
So sehr Jena am Ende hoch gewinnt, so sehr gilt es aber zu betonen, dass das Ergebnis am Ende zu hoch ist. Die Chancen, die Jena sich erspielen konnte resultieren vor allem am Ende über die großen freien Räume, wodurch es vergleichsweise einfach war. Erfurt wird für seinen Einsatz nicht belohnt. Ein gutes Thüringer Derby geht zu Ende, bis zum nächsten mal. |