Der HSV gewinnt ein absolut geiles, packendes und absolut faires Nordderby mit 5:2 und sichert sich damit echte Big-Points im Aufstiegsrennen!
In der Hinrunde an der Weser war es noch eine total einseitige Angelegenheit, denn die Rothosen erwischten einen absoluten Sahnetag, bei dem wirklich alles funktionierte. Man hatte sich aber bereits darauf eingestellt, dass es heute ein komplett anderes Spiel werden sollte und genauso kam es auch. Werder kam viel viel besser rein ins Spiel und übernahm das Zepter im ersten Durchgang. Das hohe Pressing stellte den HSV vor ordentlich Probleme und beschwerte den Grün-Weißen die ein oder andere gute Gelgenheit. Eine davon wusste Justin Njinmah zu nutzen und brachte die Bremer folgerichtig in Führung. Der HSV also früh geschockt, schüttelte sich aber nur kurz und konnte sich dann kurzzeitig etwas frei spielen und selbst zu zwei guten Möglichkeiten kommen. Eine davon nutzte Bobby Glatzel zum Ausgleich. In der Folge dann aber die Gäste wieder klar spielbestimmend, doch ein Tor konnten sie trotz zahlreicher Abschlüsse nicht erzielen. Zu allem Überfluss liefen sie dann kurz vor der Pause sogar noch in einen Konter nach eigenem Eckball. Laszlo Benes war der Nutznießer und versetzte die Nordtribüne in Extase! Eine schmeichelhafte Pausenführung für den HSV, doch danach fragt hinterher auch niemand mehr!
Kurz nach dem Seitenwechsel war dann aber wieder Njinmah zur Stelle und erzielte den verdienten Ausgleich. Da war die HSV-Defensive einen Moment lang viel zu passiv und das gab direkt die Quittung. Doch wieder war der Werder-Treffer so ein kurzer Weckruf und fortan übernahmen die Hausherren endlich mehr und mehr das Geschehen. Benes mit dem blitzschnellen Doppelschlag binnen 3 Minuten war so ein wenig der Genickbruch für Werder. Der Mann blüht richtig auf seit der Verkündung seines Wechsels zu Eisern Union: 5 Tore in zwei Spielen!
Danach folgten weitere Angriffsbemühungen der Hausherren, doch bis auf einen weiteren Treffer durch den eingewechselten Königsdörffer und zwei Pfostenschüssen durch Benes und Glatzel war nicht mehr viel Nennenswertes dabei. Doch das reichte am Ende ja auch für einen fulminanten 5:2 Derbysieg, der natürlich in Anbetracht zweier komplett unterschiedlichen Halbzeiten viel zu hoch ausfiel. Das Spiel hätte genauso gut in die andere Richtung kippen können, das muss man fairerweise zugeben.
Danke an Andreas für dieses super Derby, hat Spaß gemacht! Alles Gute weiterhin!
Gruß Marcel |