St. Gallen mit couragierter Leistung gegen das Star-Ensemble von PSG
St. Gallen - Eine ähnliche Aufruhr vor einem Spiel in einer vergleichsweise eher als Fußball-Provinz anmutenden Region gab es allenfalls, als Diego Maradona 1982 mit dem großen FC Barcelona ins Emsland zum SV Meppen kam. Paris St. Germain, mittlerweile die Top-Adresse des französischen Fußballs, kam zum Hinspiel des Viertelfinales der Conference League in den etwa 17.300 Plätze fassenden Kybunpark zu St. Gallen. Absolute Ekstase bereits vor Anpfiff.
Dieses Spiel hatte man sich durch zwei bärenstarke Duelle gegen Sturm Graz und benni erkämpft. Im Achtelfinale hatte man zum richtigen Zeitpunkt den notwendigen Hauch von Fortuna auf seiner Seite. Das Stadion und Fans haben sich herausgeputzt, der Dreiteiler bei den Fans sitzt: Trikot, Schal und die bedingungslose Liebe zu diesem Verein.
So startet das Spiel und St. Gallen macht von Anfang an klar: Ja, wir sind extreme Außenseiter, aber wir werden uns hier nicht kampflos vorführen lassen. Die Gastgeber fühlen sich gut, finden gut in die Partie hinein, klären bereits früh was das Zeug hält.
Dann auch in der 8. Minute eine erste Torannäherung, Donnaruma ist da. Die anschließende Ecke: Ball kommt hereingesegelt, Diaby!!! Tooooor! Das Stadion explodiert, damit hatte keiner gerechnet. St. Gallen führt gegen PSG, jawollek!
Paris etwas verdutzt, die Gästebank muss sich den Schweiß mit einigen 500€-Noten wegtupfen. Doch die Franzosen kriegen mit Trainer Marcel fix die Kurve, kurz nach dem Rückstand der Ausgleich durch Asensio. Danach wurde es das vermutete Spiel, Paris mit einer extremen Sicherheit und Kontrolle, St. Gallen warf sich in jeden Zweikampf mit vollem Herzblut rein. PSG konnte danach aber auf 3:1 erhöhen, Geubbels kurz vor der Pause mit dem 2:3.
Zur Pause großer Applaus von den Rängen, die Heimfans sind zufrieden, der Coach der Schweizer im Übrigen auch.
Halbzeit 2 fing mit einem Doppelschlag von Mbappe an, und auch danach zeigte sich die Gast-Elf routiniert, und spielte das gut zu Ende. St. Gallen stichelte, am Ende fehlte es dann aber doch etwas an der Qualität, so waren die Abschlüsse nicht mehr als eine Pflicht für Donnaruma.
Marcel noch alles Gute, und viel Erfolg im weiteren Verlauf des Turniers  |